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Warum Training (mit Berücksichtigung des Beckenbodens) auch nach der Rückbildung wichtig bleibt
Nach der Geburt denkt man als erstes an das Thema Rückbildung – aber auch ein abgeschlossener Rückbildungskurs ist nicht das Ende der Reise. Schwangerschaft und Geburt haben den Körper verändert und besonders der Beckenboden war dabei extrem gefordert. Deshalb lohnt es sich, den Beckenboden, sowie auch viele weitere Muskelgruppen nach der klassischen Rückbildungszeit weiterhin gezielt zu trainieren und in den Alltag zu integrieren.
Nicht nur das gezielte Anspannen des Beckenbodens ist wichtig. Ein gesunder Beckenboden kann anspannen, halten und vor allem auch wieder entspannen. Genau deshalb sind unterschiedliche Trainingsreize so wichtig, dazu gehört sowohl die bewusste Atmung als auch das reflektorische Training bis hin zu gezielter Muskelkräftigung.
Der Beckenboden arbeitet ständig mit
Der Beckenboden ist ein essentieller Teil unserer Körpermitte. Er unterstützt die Organe, hilft bei der Stabilität des Rumpfes und spielt eine wichtige Rolle bei Blasen- und Darmkontrolle. Gleichzeitig arbeitet er bei alltäglichen Bewegungen mit, zum Beispiel beim Heben, Tragen, Husten, Niesen oder auch beim Lachen.
Gerade im Mama-Alltag gibt es einige Situationen, in denen der Beckenboden automatisch Kraft aufbringen muss. Das Baby oder Kleinkind wird aus dem Bett oder vom Boden hochgehoben, der Kinderwagen muss die Stiege hinauf oder der Wäschekorb vom Bad ins Wohnzimmer getragen werden. Genau dafür ist es sinnvoll, ein reflektorisches Beckenbodentraining zu forcieren – die Belastbarkeit im Alltag wird enorm gesteigert.
Zusammenspiel von Atmung und Beckenboden
Atmung und Beckenboden sind eng miteinander verbunden. Zwerchfell und Beckenboden funktionieren synchron zueinander und regulieren so gemeinsam den Druck im Bauchraum. Während die Einatmung zur Entspannung des Beckenbodens führt, kann bei der Ausatmung die natürliche Aktivierung der Körpermitte unterstützt werden.
Diese Verbindung kann man beim Training gezielt nutzen. Atemtechniken in Kombination mit gewissen Übungen können dabei helfen, den Beckenboden, sowie andere Muskeln für den Alltag vorzubereiten.
Reflektorisches Training – wenn der Körper automatisch reagiert
Im Alltag denken wir nicht darüber nach, den Beckenboden bei jedem Lachen, Niesen oder Husten bewusst anzuspannen. Normalerweise kann der Körper auf Belastungen automatisch reagieren.
Genau hier setzt das reflektorische Training an und man kann aus bewusstem Training nach und nach eine automatische Unterstützung für den Alltag bekommen.
Krafttraining als Mama
Auch eine gewisse Muskelkräftigung ist nach der Geburt sinnvoll. Nicht nur der Beckenboden braucht Aufmerksamkeit, sondern auch Bauch, Rücken, Gesäß, Beine und die gesamte Rumpfmuskulatur tragen dazu bei, den Körper bei seinen täglichen Aufgaben zu unterstützen.
Einfache Übungen wie Kniebeugen, Ausfallschritte, Brücken, funktionelle Hebe- und Tragebewegungen oder Übungen für die Körpermitte können dabei leicht ausreichend sein und lassen sich an das individuelle Fitnesslevel anpassen.
Sport nach der Geburt ist mehr als körperliche Fitness
Bewegung stärkt nicht nur die Muskeln, sondern kann auch der Psyche guttun.
Der Alltag mit Baby kann wunderschön, aber gleichzeitig fordernd und körperlich anstrengend sein. Schlafmangel, neue Verantwortung, wenig Zeit für sich selbst und die ganzen Veränderungen können mental einiges abverlangen. Dabei kann Sport, egal ob alleine zu Hause oder auswärts in einer Gruppe, ob mit oder ohne Baby, ein wichtiger Ausgleich sein.
Training kann helfen, wieder ein besseres Gefühl für den Körper zu bekommen. Man spürt, dass man wieder Kraft aufbauen kann, dass man etwas Gutes für sich tun darf und Stress reduziert wird. Manchmal geht es auch gar nicht darum, eine bestimmte Figur zu erreichen, sondern einfach etwas für sich selbst zu tun, die Stimmung zu unterstützen und sich mit seinem eigenen Körper neu zu verbinden und ihm neu zu vertrauen.
Die Rückbildung ist ein Anfang, der Körper hat über Monate wahnsinnig viel geleistet und darf nun auch weiterhin Aufmerksamkeit, Training und Zeit bekommen.
Mama zu sein bedeutet, jeden Tag körperliche Leistung zu erbringen. Und genau dafür darf man den Körper stärken – zum Tragen, Lachen, Laufen und Spielen, aber vor allem für sich selbst.
Die nächsten Kurstermine
Ganzkörpertraining für Mamas (mit Baby, bis 12 Monate)
Kursstart: 17.09.2026
09:00 bis 10:00 Uhr
6 Termine - immer Donnerstags
MamaMove – Fitness mit Baby (bis 18 Monate)
Kursstart: 05.11.2026
10:30 bis 11:30 Uhr
6 Termine - immer Donnerstags
Das Angebot wird angeboten von
Verein der Freunde vom Familienzentrum
Angebote vom Verein
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