Wochenbettplanung nach Ayurveda

In diesem Workshop erlernst du die traditionelle Wochenbettpflege nach der altindischen Lehre des Ayurveda.

Laut Ayurveda ist das Wochenbett ein ganz besonderes, heiliges Zeitfenster im Leben einer Frau.

Der ganze Körper heilt und strukturiert sich neu. Es ist eine einzigartige Gelegenheit, durch eine passende Ernährung, ausreichend Erholung und ein unterstützendes, liebevolles Umfeld tiefgreifende Impulse für Heilung und Regeneration zu setzen, damit die frischgebackene Mutter genährt und gestärkt in ihre neue Rolle hineinwachsen kann.

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Wochenbettplanung nach Ayurveda: Die nächsten Kurstermine

Über den Wochenbett-Workshop: Wochenbettplanung nach Ayurveda

Ein Geburtsvorbereitungskurs gehört für die meisten schwangeren Frauen (zum Glück) bereits standardmäßig zur Schwangerschaft dazu. Jedoch machen sich noch wenige ausführliche Gedanken über die ebenso wichtige Zeit des Wochenbettes. Dabei werden hier die Grundsteine für die weitere physische und psychische Gesundheit der Mutter gelegt.

Falsches Verhalten im Wochenbett (wie z.B. zu schnell zu viel schaffen wollen, zu wenig Unterstützung für die frischgebackene Mutter, Unruhe oder kaltes Essen) kann kurz- oder langfristig für ein Ungleichgewicht sorgen und Blähungen, Koliken des Babys, Inkontinenz und sogar Postnatale Depressionen begünstigen

Werden einfach zu erlernenden Prinzipien des Ayurveda befolgt, kann die Mutter genährt und gestärkt in ihre neue Rolle als Mama-Göttin hineinwachsen.

Ziel ist es schon im Vorfeld ein Unterstützungsnetzwerk für dich zu organisieren, damit du dich im Wochenbett bestmöglich auf deine einzigen zwei Aufgaben konzentrieren kannst: Zu heilen und mit deinem Baby zu bonden.

Vielleicht bist du auch eine (werdende) Oma, Schwester, Freundin… und möchtest wissen, wie du jemanden dir nahestehenden im Wochenbett unterstützen kannst. Dann bekommst du im Workshop die nötigen Tools dafür an die Hand.

Inhalte des Workshops

Erster Einblick ins Wochenbett – welche Veränderungen erwarten mich auf körperlicher, emotionaler und seelischer Ebene? Was sind die Grundbedürfnisse einer Mutter im Wochenbett?

Kurze Einführung ins Ayurveda, die „Wissenschaft des Lebens“, die vor ca. 5000 Jahren in Südindien entstanden ist und deren einfache Gesetzmäßigkeiten nach wie vor aktuell sind.

Überblick über die ayurvedischen Grundpfeiler des Wochenbettes:

  • Ruhe: eine Geburt, egal wie sie verläuft, ist ein natürlicher und trotzdem gewaltiger Prozess. Während der letzten Monate wurden die Organe der Mutter vom Kind „rücksichtslos“ an die Seite gedrängt, die Hormone spielen verrückt, eventuell gibt es Geburtsverletzungen und gleichzeitig ist hier auf einmal ein neuer Mensch, der rund um die Uhr versorgt werden möchte. Es ist also leicht nachzuvollziehen, dass die junge Mutter erst mal viel Ruhe braucht, um zu heilen und sich auf ihre neue Lebenssituation einstellen zu können.
  • Wärme: sowohl Mutter als auch Baby sollten unter allen Umständen warm gehalten werden, bereits ein leichter Zug kann die sensiblen Körper zu sehr aus dem Gleichgewicht bringen und Krankheiten entstehen lassen.
  • Ölmassage: die tägliche (Selbst-)Massage mit warmem Sesamöl nährt und stärkt die Mutter von innen und außen und vermittelt ein Gefühl der Geborgenheit.
  • Bauchbinden/Belly Binding: ein langer Stoffstreifen wird in einer bestimmten Technik um den Bauch der Mutter gewickelt. Belly Binding verleiht Stabilität, hilft den Organen zurück an ihren Platz zu finden und wirkt dem Gefühl der inneren Leere entgegen.

Das Nest einrichten

  • Was ist wirklich notwendig? Ein Baby braucht anfangs neben ein paar Kleidungsstücken und Windeln nur die Nähe der Mutter. Anstatt sich also die neueste Babyausstattung zu besorgen, kann es sinnvoll sein, ein paar Investitionen für die Unterstützung der Mutter zu tätigen (z.B. eine Reinigungshilfe, Wochenbett-Doula, Masseur*in, etc.)
  • Die fünf Sinne ansprechen: Es kann sehr heilsam sein, den Platz an dem die Mutter die ersten Wochen verbringt, sinnlich und schön zu gestalten – durch frische Blumen, angenehme Düfte, gedimmte Lichter, sanfte Farbgestaltung etc.

Building the village: Elternschaft war nie als die Kleinfamilien-Show gedacht, die es heute oft ist. In traditionellen Gesellschaften erzieht nicht nur das ganze Dorf ein Kind, auch während des Wochenbettes sorgen die Frauen der Großfamilie für die frischgebackene Mutter. In diesen Gemeinschaften kommen statistisch gesehen weniger postnatale Depressionen vor. Was können wir von diesen traditionellen Kulturen lernen? Wie können wir uns in unserer modernen, westlichen Welt ein Unterstützer:innen Netzwerk aufbauen? Fällt es dir leicht um Hilfe zu bitten? Aber auch – wie kannst du liebevoll Grenzen setzten? (Es ist ok, wenn du die ersten Wochen noch keine Besuch empfangen möchtest!) Was ist die Rolle des Partners/der Partnerin?

Welche Nahrungsmittel und Gewürze sind empfehlenswert?

Tools, die die Rückbildung unterstützen können:

  • Belly Binding s.o.
  • Selbstmassage s.o.
  • Atemübungen: mit einfachen Atemübungen kann direkt nach der Geburt begonnen werden. Die Verbindung mit dem Atem ist ein machtvolles Werkzeug ins Hier&Jetzt zu kommen, zu Ruhe und Entspannung zu finden und auch den Beckenboden sanft zu tonen.

Kurzer Überblick über Kräuter, ätherischen Öle und Hydrolate fürs Wochenbett

Ausblick: Transition in die Zeit danach

Mutterwerden als Prozess (Muttertät/matrescense): Der Prozess der Mutterwerdung ist nicht mit der Entbindung oder am Ende des Wochenbettes abgeschlossen – ähnlich wie in der Pubertät braucht der Körper mehrere Monate bis Jahre, um die vielfältigen Veränderungen zu integrieren. Es ist also ok und völlig normal, wenn du in diesem Prozess durch gewisse Krisen gehst.
Rituale und Zeremonien um den vielfältigen Veränderungen möglichst gelassen zu begegnen und einen feierlichen Rahmen zu schaffen (z.B. Motherblessing und Rebozo)

Gemeinsames Herstellen von Energiekugeln, einer Teemischung und eines Aroma-Roll-Ons.

Austauschrunden und kleine Impulse zur Achtsamkeit

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